Motor fest durch stehen???

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Hero99
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Motor fest durch stehen???

Beitrag von Hero99 » Sa 19. Okt 2019, 15:26

Moin, ich mal wieder. Habe den als Schlachtwagen erworbenen heute mal versucht zu starten. Das Auto steht nun fast auf den Tag genau 2 Jahre. An dem Platz wo er steht, draußen leider, aber abgedeckt, wurde er hingefahren. Damals garantiert ohne eine Macke.
Nun dreht der Anlasser den Motor nicht mehr. Habe dann rechtes Rad abgebaut, durch das Loch 22er Nuss und lange Knarre mit ultralangem Hebel versucht den Motor von Hand zu drehen. Automatik natürlich auf "N" gestellt ich Fuchs :P
Motor ist nicht zu drehen. Nix, Nada, niente.
Kann das sein? Hat jemand soetwas schon erlebt, oder ist das normal für einen 3 Liter Baron aus 91?
Hatte meinen 2,5er aus 1988 fast 5 Jahre stehen und der sprang sofort an.
Danke Gruß
Hero

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Nonickatall
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von Nonickatall » Sa 19. Okt 2019, 17:25

Ist eher untypisch. Habe schon Motoren gestartet von Autos die zehn Jahre gestanden haben.

Motoren gehen eigentlich nur fest, wenn Wasser in die Zylinder kommt und die Zylinderwände Rost ansetzen.

Ich würde eher behaupten der Wagen lief auch vor zwei Jahren schon nicht mehr.

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omafits
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von omafits » Sa 19. Okt 2019, 19:32

Na ja eventuell, wurde er schon mit defekter ZKD abgestellt, dann hast Wasser im Zylinder.
Aber auch sonst können sich Motoren festsetzen.
Wenn ich Autos über Jahre wegstelle, erst schön einparken, dann Kerzen raus, WD 40 nicht zu wenig in die Zylinder, dann Kerzen wider rein! , Ansaugschlauch ab und Drosselklappe öffnen, WD 40 rein, dann schön einen Gummihandschuh über den Ansaugstutzen und zubinden , wenn man möchte, noch den Auspuff zu machen, und gut ist.
Aber bitte nach den Jahren dann erst Öl Wechsel machen und dann starten b^.^d
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Nonickatall
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von Nonickatall » Sa 19. Okt 2019, 19:43

WD40 macht überhaupt keinen Sinn. denn WD40 enthält verfliegende Bestandteile. Und das relativ schnell.

Wenn schon träufeld man etwas Motoröl in jeden Zylinder.

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omafits
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von omafits » Sa 19. Okt 2019, 21:03

Ja flüchtige Bestandteile logisch, aber der nicht flüchtige Teil ist ja was ich brauche, der Rest kann gerne flüchten b^.^d
Öl reintröpfeln ist eine Möglichkeit, verteilt sich leider nur nicht so schön an den Zylinderwänden.
Aber mir eigentlich egal , normalerweise gibt es extra Standöl für alle die es ganz genau nehmen.
Du tropfst Öl, ich Sprüh WD40 Hauptsache keiner benutzt Wasser b^.^d

●Mit WD-40 können Sie nicht nur Rost lösen, sondern auch metallische Teile vorbeugend vor Rost schützen. Das Kriechöl verdrängt Feuchtigkeit und hinterlässt einen Schutzfilm auf der Oberfläche.
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Hero99
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von Hero99 » Sa 19. Okt 2019, 21:58

Werde mal WD40 in die Zündkerzenlöcher einfüllen und mal ein Tag stehen lassen. Mal sehen was passiert.
Gruß
Hero

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omafits
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von omafits » Sa 19. Okt 2019, 22:21

Kannst versuchen, ruhig viel b^.^d und dann auch mal gegen die Drehrichtung des Motors versuchen zu drehen.
Immer vor und zurück versuchen.
Wenn du glück hast kommt er so wider frei, aber zu 95% steht dann eine Revision an , mit Honen und neuen Ringen .
Ich fahr immer mit der Kamera durchs Kerzenloch, dann kann man schon gut sehen ob sich WD 40 noch lohnt, habe schon echt Schlimme Laufbuchsen gesehen, wie mit Raufaser tapeziert und braun gestrichen :lol: da kann man sich WD 40 und co sparen :wink:
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xedos
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von xedos » Sa 19. Okt 2019, 23:55

Ob der nun frei kommt oder in Hamburg klappt ne Tür zu. Wenn der Motor fest ist, ist er eh hin. Wer möchte den noch ohne weitere Revision verwenden? 🤔 Oder sehe ich das falsch? 😳
Grüße aus Hannover
Andreas
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omafits
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von omafits » So 20. Okt 2019, 00:59

Na ja ich hatte mal nen Jaguar sj6 bj 74 der stand 18 Jahre und war fest, den hab ich mit "damals Caramba " und nach 5 Tagen hin und her rucken frei bekommen. Das ding hab ich dann zuerst wider zum laufen gebracht und dann 35 km überführt, 5 Tage Schilder drauf, und bissel gefahren, wenn ich nicht selbst den Motor frei gemacht hätte, hätte ich nicht geglaubt das der mal fest war, selbst die Kompression war auf allen Zylindern gut, und gebleut hat er auch nicht.
Klar bleibt immer ein Risiko und sicher ist eine Revision besser, aber wenn es eh nur um den Schlachtwagen geht, den man nur mal hin und her rangieren möchte ist es doch egal.
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von Hero99 » So 20. Okt 2019, 10:41

Das macht mir Hoffnung. Und tatsächlich wie beschrieben soll er nur auf dem Hof rangiert werden.
Gruß und schönen Sonntag.
Hero

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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von Hero99 » Mo 28. Okt 2019, 17:57

Moin,
möchte ein kurzes Update geben.
Also ich habe alle Kerzen rausgedreht und mit WD40 geflutet. 2 Tage gewartet, Motor sowas von fest! :oops:
Nun mache ich mir echte Sorgen. Das der Motor so fest ist!
Gibt es eine andere Möglichkeit des festsitzens? Irgendwas verklemmt oder so? Oder kann es der Anlasser sein der sich im Ritzel verkeilt hat? Beim Startversuch mit neuer Batterie rummst der Anlasser und es fühlt sich an als wenn ich die Batterie kurzschliessen würde. Daraus vermutete ich das der Motor mit aller Kraft versucht den Motor zu drehen.
Danke für Ratschläge!

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nando
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von nando » Mo 28. Okt 2019, 18:29

Na dann bau den Anlasser doch mal eben aus. Wenn er sich dann drehen lässt ist es der
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omafits
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Re: Motor fest durch stehen???

Beitrag von omafits » Mo 28. Okt 2019, 19:34

Einen hatte ich fest durch Wasserschlag, da ging auch nichts mehr, aber das scheidet bei dir wohl aus :roll:
Anlasser ausbauen würde ich auch vorschlagen, denke aber nicht das es was bringt, so wie du es beschreibst.
Kamera ins Kerzenloch und reinschauen ist am besten.
Du drehst ja an der Kurbelwelle, hoffe ich , und mit mindestens 1 m Hebel ?
Na ja aber was solls wenn er nicht frei kommt, versuche auch nicht mehr ihn über den Anlasser zu drehen, macht mehr kaputt als ganz.
Wenn nichts geht, geht's nicht.
Kannst als letzte Option "Ölwanne ab, Pleullagerböcke nach einander lösen und mal sehen welcher Kolben fest ist, mit glück ist es nur einer, wen du den festen Kolben gefunden hast, kannst du versuchen ihn mit leichten Hammerschlägen frei zu bekommen, sollte das alles nichts bringen, und du den Motor eh schon abgeschrieben hast, Eisensägeblatt , Pleuelstange so weit wie möglich absägen, alles zusammen bauen , Altöl rein und mit 5 Pötten rangieren :mrgreen:
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