Saisoneröffnung 2012 bei Hannover |
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Unsere Le Baron-Ausfahrt zur Saisoneröffnung am 28. April 2012 führte uns in die Nähe der Landeshauptstadt von Niedersachsen: in das Umland von Hannover. Unser Ziel war das Steinhuder Meer. Die Tage zuvor waren nicht sehr warm, umso schöner war die Tatsache, dass wir schon ab morgens Sonnenschein hatten. Gerade zum offenen Cruisen ist das natürlich ein perfekter Start in die Cabrio-Saison 2012.
Als Treffpunkt diente der Mc-Donalds-Parkplatz am Autohof Bad Nenndorf. Somit konnte auch gleich noch ein Kaffee getrunken werden, während man auf den nächsten Baroni wartete. Der ein oder andere nutzte die Gelegenheit, die letzten Fliegen und die letzten Staubkörner vom Lack zu entfernen. Ich wurde von Kai noch vor dem Treffpunkt an einer nahgelegenen Tankstelle beim Aussaugen erwischt. J
Angemeldet hatten sich 21 Personen und 13 Autos, deutlich weniger als in den Jahren zuvor, was an der eher nördlich gelegenen Umgebung lag. Denjenigen, die den Weg auf sich genommen haben, möchte ich an dieser Stelle einmal danken. Allen anderen sei gesagt, die nächsten Events sind sicherlich wieder bei euch in der Nähe. Auch Peter und Ingrid in ihrem Mustang waren herzlich willkommen und rundeten den dezenten Klang der Barone mit einem soliden Achtzylinder ab. Ein Baron tauchte zufällig auf, dessen Fahrer sich vorher noch nicht im Forum angemeldet hatte. Manfred und Doris hatten über das Event aus dem Magazin „Chrom & Flammen“ von der Ausfahrt erfahren und sind auf Gut-Glück einfach vorbei gekommen. Was unseren Baron-Konvoi um einen weiteren schönen roten Baron verlängerte.
Pünktlich gegen 11:30 Uhr sind wir dann losgefahren. Erst etwas schleppend vorbei an Barsinghausen, um dann den nahe gelegenen Deister zu „erklimmen“. Das musste sein, um unseren Besuch aus der Schweiz Ueli auch einmal zu zeigen, dass der Norden nicht komplett Flach ist. Oben angekommen, wartete schon meine Frau Claudia bewaffnet mit einer Fotokamera und Stativ auf uns. Jeder wurde bei Ankunft einzeln in seinem Fahrzeug Fotografiert. Ein weiser Entschluss, den Fototermin schon am Anfang zu planen, da es manch einer nicht bis zum Ende schaffte, aber dazu später.
Eine Geschicklichkeitsprüfung rundete den kleinen Aufenthalt ab und so durfte jeder sein Glück versuchen, mit der Vorderachse möglichst nah an eine Linie heranzufahren. Bei der Gelegenheit nutze Adi gleich die Chance, jede Baron-Besatzung im Fahrzeug zu fotografieren (Diese Bilder befinden sich auch in der Galerie, Bilder 58 bis 54. Wobei das letzte Bild noch das schönste ist…).
Anschließend haben wir Aufstellung für ein Gruppenbild genommen.
Bei tollem Sonnenschein haben wir unsere Route zum Steinhuder Meer mit geöffneten Verdecken fortgesetzt. Erst einmal den Berg hinunter und dann eine Serpentinenstrecke entlang der herrlich gelbblühenden Rapsfelder. In dieser Jahreszeit ein typisches Bild für diese Region. Leider haben wir unser nächstes Ziel zum Fischbrötchenessen nicht ohne Zwischenfall erreicht. Bei schönstem Sonnenschein hatte ich eine Abfahrt verpasst und wir mussten eine kleine Extraschleife durch ein Neubaugebiet fahren. Zumindest haben die Anwohner nun endlich einmal viele schöne Cabrios auf einem Haufen gesehen.
Michaels Baron hat das Steinhuder Meer leider nicht erreicht. Die Bremse vorne links hatte blockiert und war kochend heiß. Michael setzte mich per Telefon darüber in Kenntnis, dass er liegen geblieben ist. Wir hielten an einer Landstraße und ich fragte entlang unserer Kolonne, ob jemand Werkzeug mit hat. Aber solide wie ein Baron gebaut ist, hat so etwas natürlich keiner vorhersehen können. Wir hatten nur noch gut 10 Minuten bis zum Steinhuder Meer und somit hatte ich Petra und Wolfganggebeten die Baronis bis zum Parkplatz zu führen. Ich denke an dieser Stelle lohnte sich das von mir erstellte Roadbook mit der genauen Wegbeschreibung, welches ich extra für diese Tour erstellt hatte und was jeder für Zwischenfälle im Auto hatte. Ich fuhr zwei Dörfer zurück, um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Aber ohne Werkzeug war ich natürlich auch keine große Hilfe. Michael konnte sich eine Zange von einem Bauern ausleihen und so den festsitzenden Bremsbelag zurückdrücken. An dieser Stelle sei gesagt, er ist mit vorsichtiger Fahrweise wieder sicher in seiner Heimat Gütersloh angekommen. Adi, der bei Michael hängen geblieben war, folgte mir dann zurück zu den Anderen, die vermutlich schon am Fischbrötchen knabberten.
Geplant war die Besichtigung der JU 52 Halle. Bei 28°C und Sonnenschein entschied ich mich spontan, diesen Punkt unserer Tour zu canceln. Einige teilten mir mit, dass mein Baron vorne recht zügig unterwegs war und manch einer nur schwer folgen konnte. Somit haben ich dann die Strecke um das Steinhuder Meer herum deutlich ruhiger angehen lassen. Putziger weise haben wir unterwegs noch einen Baron aufgelesen, der unsere Tour um den See herum folgte. Er hatte drei Tage zuvor seinen Baron erworben und sein Sohn teilte ihm mit, dass in der Nähe von Hannover ein Ausfahrt stattfinden sollte. Tatsächlich hat er uns dort gefunden.
Ruhig und gelassen „cruisten“ wir weiter entlang Moorlandschaften, welche sich nördlich vom Steinhuder Meer befinden. Die Tour verlief nun deutlich unspektakulärer und wir hatten keine weiteren Ausfälle zu verbuchen. Inzwischen hatten wir es ca. 16:30 Uhr und wir kehrten zurück zum Parkplatz in Steinhude. Wir hatten nun schon gut 100 Kilometer zusammen zurückgelegt und so wurde Zeit, den Baronen etwas Ruhe zu gönnen. Zu Fuß liefen wir in den Ortskern. Auf dem Programm stand die Besichtigung einer Aalräucherei. Wer Interesse hatte, konnte nicht nur sehen, wie ein Räucherofen aussieht. Herr Schweer, einer der hiesigen Aal-Räucherer, gab uns grundsätzliche Informationen rund um den Aal und weshalb gerade das Steinhuder Meer bekannt ist für seine leckeren Fischspezialitäten. http://www.schweers-fischerei.de
Zum Abrunden des Tages sind wir gleich nebenan im Restaurant „Alter Winkel“ zum Essen gegangen. http://www.alterwinkel.de/index1.htm
Da noch immer tollster Sonnenschein war und wir sommerliche Temperaturen hatten, entschlossen wir uns draußen zu essen. Von Salat bis Fischplatte wurden verschiedenste Gerichte ausgesucht. Bei leckerem Essen und ausgiebigen Gesprächen konnten wir mit einem super Ausblick auf den See die Ereignisse des Tages noch einmal durchleben. Jetzt war die passende Gelegenheit, unseren Geschicklichkeitstest vom ersten Haltepunkt auszuwerten. Im Laufe des Tages hatte ich noch eine Wissensfrage gestellt und es gab eine zusätzliche Schätzfrage, um nicht nur allein das fahrerische Können entscheiden zu lassen. Sieger war das Team Skyfox, welches als Preis einen Liter Kühlflüssigkeit gewonnen hatte. ;). Zweiter war der Matador und den dritten Platz belegte das Team AXL. (Wobei sich vielleicht manch einer über einen neuen Bremssattel gefreut hätte… J )
Im Laufe des Abends musste sich dann der ein oder andere verabschieden, da nicht alle ein Hotelzimmer vor Ort gebucht hatten. Die Letzten haben dann bis zum späten Abend draußen sitzen können. Und nach einem traumhaften, rötlichen Sonnenuntergang wurden dann Kerzen auf den Tisch gestellt um uns nicht völlig im Dunkeln sitzen zu lassen.
Um ca. 23:00 Uhr bin ich selber nach Hannover zurück gefahren. Anschließend fällt einem natürlich noch einiges ein, was anders hätte laufen können. Entscheidend ist aber, dass wir einen netten Tag zusammen verbringen durften und gemeinsam die ersten echten warmen Sonnenstrahlen in Empfang genommen haben. Ich freue mich schon auf eine nächste gemeinsame Ausfahrt.
Fahrt über den Nienstedter Pass: http://www.youtube.com/watch?v=Qadfx4GrQFw
Das Steinhuder Meer: http://de.wikipedia.org/wiki/Steinhuder_Meer
Eingetragen von: xedos |
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