Getriebe Rebuild

Hier geht es nur um das 4-Gang-Automatikgetriebe vom V6.

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Nonickatall
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

Die Low/Reverse Clutch muss vorher schon gebrochen gewesen sein. Man sieht deutlich, an der zugehörigen Kupplung, Schleifspuren.

Nachdem das Ding dann Freitag letzte Woche aus Amiland da war, habe ich das Getriebe am Wochenende fertigstellen und einbauen können.

Leider fehlte noch Öl. Da sind fast 8 Liter drin verschwunden und ich hatte nur noch 6 da... :shock: Ich hatte aber schon mal vorsorglich bestellt, da ich vorhabe nach 100 Kilometern vorsorglich noch mal Filter und Öl zu wechseln, damit evtl. Fremdkörperchen der Montage aus dem Getriebe raus sind.

Das kam heute. Öl eingefüllt und Probefahrt.

Was soll ich sagen...
Das Getriebe schaltet wie bei einem Neuwagen... Absolut sanfte Schaltvorgänge zur richtigen Zeit. Kein Schlagen, keine Geräusche, also Erfolg auf ganzer Linie.

Mir fällt ein Stein vom Herz...

Werde noch einen größeren Bericht verfassen und bebildern.

Falls jemand das Gleiche vorhat, ich stehe gern mit Rat und Tat zur Seite.

Der wieder mobile
Nonickatall

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nando
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Registriert: Sa 17. Feb 2007, 19:39

Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von nando »

Hy Ralf
Dann mal herzliche Glückwünsche. Auf den Bericht bin ich gespannt. Der nächste werd wohl ich sein. Ich hab da ja auch noch ein kaputtes liegen.
Gruß Ulmar
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Nonickatall
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

So, hier mein Bericht zur Überholung des Automatikgetriebes:

Das Ganze beginnt natürlich mit dem Ausbau des Getriebes. Diesen will ich nur stichpunktartig beschreiben, letztlich sieht man eigentlich was zu tun ist.

Aus meiner Sicht sollte man das Ganze möglichst auf einer Hebebühne machen, es geht natürlich auch mit einer Grube, oder mit Auffahrtrampen und zur Not auch mit dem Wagenheber, wird dann aber echt unbequem.

Man sollte sich nach Möglichkeit eine Auswahl an kleinen Boxen für die Schrauben parat legen, damit man nachher die Schrauben und Kleinteile wieder richtig zuordnen kann. Gut geeignet sind z.B. alte Eisboxen oder andere Schachteln... Nein, die Schwiegermutter geht nicht :mrgreen: :mrgreen:

Zunächst baut man die Batterie und den darunter liegenden Batteriekasten aus, der mit vier Schrauben, zwei in der Seitenwand und zwei am Träger befestigt ist. Die schwarze am Batteriehalter, mit zwei Schrauben, befestigte Kiste abschrauben und nach hinten aus dem Weg legen. Jetzt Zündschlüssel auf Zündung stellen, damit das Lenkradschloss nicht einrastet und Gangwahlhebel auf "N", damit man die Antriebswellen drehen kann. Beides erleichtert später den Ausbau der Antriebswellen.

Dann lässt man das Kühlwasser ab, indem man den unteren Kühlwasserschlauch, am Kühler ab macht. Man kann das Wasser auffangen und nachher wieder verwenden, wenn es noch sauber ist. Es lohnt sich natürlich später sauberes Wasser einzufüllen.

Danach am besten die Zarge mit dem Lüfter vor dem Kühler entfernen.

Zunächst den oberen Kühler Schlauch vom Kühler entfernen, den Ausgleichsbehälter, der mit einer Schraube gehalten ist, entfernen.

Dann oben die Klammer, rechts und links jeweils eine Schraube und deren Stecker vom Ventilator abziehen.

Achtung!!! die Muttern sind Blechklemmmuttern, auf keinen Fall verlieren.

Zusätzlich ist es sinnvoll, den fahrerseitigen Verstell-Motor der Scheinwerferklappe zumindest abzuschrauben, damit mehr Platz entsteht.

Danach kann man die Kühler Zarge herausnehmen. Das ist ein bisschen fummelig. Man muss das Ding hin- und her manövrieren, aber man bekommt es raus.

Danach die zwei Kühler Schläuche vorne am Motor abschrauben und am besten nach hinten zurückziehen und nach oben auf dem Luftfilter Kasten legen, damit sie aus dem Weg sind.

Den unteren dicken Kühlerschlauch am Motor und den schmaleren Kühlerschlauch der Heizung am Y-Stück oberhalb des Getriebes entfernen.

Es ist sinnvoll den Deckel vom Luftfilter abzunehmen und den Schlauch der zum Motor geht und mit einer Schelle gehalten wird zu entfernen. Ferner den darunter liegen Kunststoffschlauch, der die Luftzuführung zum Luftfilterkasten bildet, abzuziehen, damit mehr Platz zum Schrauben entsteht.

Danach ist man an sich schon am Getriebe. Zunächst das Öl ablassen. Dazu die Ölwanne lösen. Wenn die Ölwanne lange montiert war, alle Schrauben bis auf zwei gegenüberliegende raus. Die zwei verbliebenen raus drehen, so das, sie noch gut greifen, aber die Wanne nach unten kann. Dann vorsichtig hebeln und klopfen.

Vorsicht!!! Nicht die Dichtfläche beschädigen.
Und Vorsicht!!! Wenn die Wanne sich spontan löst gibt es Ölguss, wenn das Getriebe noch heiß ist, frittierten Ölguss.

Wenn das Öl raus ist, Wanne zum Schutz wieder anschrauben.

Nun alle Anschlüsse vom Getriebe entfernen. Vorne gibt es vier Stecker, plus den großen Stecker am Solenoidblock, hinten an der fahrerseitigen Antriebswelle ist der Stecker für den Tacho.

Halter vom Schaltzug abschrauben und Schaltzug abnehmen. Der ist nur von oben gesteckt. Man kann alternativ auch die Klemmschraube lösen und den Hebel gleich mit abnehmen, der muss später eh ab.

Dann das Rohr mit dem Ölmessstab am Getriebe mit der 10er Schraube lösen und aus dem Getriebe ziehen.

Die zwei Schläuche zum Ölkühler am Getriebe lösen.

Da beim Ausbau des Getriebes, am Motor von drei Motorlagern nur verbleibt, hängt dieser dann nur noch an Auspuff und einem Motorlager. Also muss man jetzt den Motor irgendwie fixieren.

Dies kann man machen, indem man ihn von unten abstützt oder indem man ihn an einen Motorkran hängt. Beides hat den Nachteil, dass die Hebebühne dann bis zu Ausbau nicht mehr bewegt werden kann. Vor allem der Motorkran hat den Nachteil, dass die Hebebühne dann unten ist. Das Getriebe muss aber nach unten raus. Finde den Fehler. :wink:

Ich habe es so gemacht, dass ich mir einen Balken aus Holz geschnitten habe, diesen oben auf dem auf die Dome, Zwischen die Kotflügel der Federbeine gelegt habe und dann den Motor mit einem Spanngurt, den ich um den Motor gelegt habe, gehalten habe. Um den Lack zu schützen habe ich zwischen Holz und Dome noch Gummimatten gelegt. Alte Teppichstücke oder Frotteehandtücher gehen auch.

Damit der Spanngurt nichts beschädigt, habe ich den Luftfilter ausgebaut, der zu diesem Zweck in Weg ist und vorne ein Zündkabel abgezogen, das im Weg war. Das klappte gut. Von unten konnte ich dann mit einem Getriebeheber, Motor und Getriebe in die richtige Position drücken um das fahrerseitige Motorlager auszubauen. Das kommt aber erst in einem späteren Arbeitsschritt.

Es gibt auch die Möglichkeit der Motor insgesamt mit Getriebe auszubauen, was allerdings noch mehr Aufwand ist, weil man dann auch die Motorhaube abbauen muss, damit man mit einem Motorkran dran kommt. Und natürlich muss der Klimakompressor, Auspuff und der Rest ab.

Wenn der Motor abgestützt ist, folgt der Ausbau des Getriebes.

Dazu müssen zunächst die Antriebswellen raus.

Dazu entfernt man den Splint an der Radnabe, dann wird die Sicherungskappe abgenommen und die 32er Mutter abgeschraubt. Die Mutter sitzt ziemlich fest, ein Pressluft betriebener Schlagschrauber löst sie problemlos. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, die Felgen wieder zu montieren, das Auto auf die Reifen zu stellen und mit Ratsche und Verlängerung die Schrauben zu lösen. Meine Spanngurtmethode lässt das zu, das Auto muss aber wieder in die Luft, bevor man weiter macht. Wählhebel auf "P" hilft übrigens nicht, weil das Differenzial durchdreht.

Dann werden die Spurstangenköpfe gelöst. Dazu jeweils den Splint raus und die Mutter entfernen. Den Spurstangenkopf bekommt man raus, indem man mit dem Hammer von unten beherzt schlägt oder einen entsprechenden Abdrücker verwendet.

Achtung!!! Bitte mit Gefühl und nicht das Gewinde beschädigen. Es hilft eine passende Mutter aufzuschrauben auf auf diese zu schlagen.

Dann die Halter der Bremsschläuche am Federbein lösen, damit die Bremsschläuche nachher nicht unter Spannung stehen.

Dann die zwei Schrauben an den Stoßdämpfern, oberhalb der Bremsscheibe entfernen.

Achtung!!! Hier wird der Sturz eingestellt, man sollte sich also unbedingt Markierungen machen, wie die Federbeine standen.

Achsträger aus der Halterung ziehen.

Danach kann man die Achse seitlich weg klappen und die Antriebswelle aus dem Achsträger ziehen. Dazu muss man sie nach hinten drücken, damit sie nicht aus dem Getriebe rausrutscht und vorne wenn sie „hängt“ mit leichten Schlägen lockern. Die Antriebswelle also sozusagen mit knicken und Achse seitlich drücken nach hinten aus dem Achsträger ziehen. Wenn sie seitlich von dem Achsträger weg ist, kann man sie vorsichtig aus dem Getriebe ziehen.

Achtung!!! Die Simmeringe sinnvollerweise nicht beschädigen, auch die Gleitfläche auf den Antriebswellen sind empfindlich, also irgendwo ablegen, wo sie keinen Schaden nehmen.

Das Ganze auf der anderen Seite genauso.

Dann die Anschlüsse vom Anlasser anschrauben.

Achtung!!! Am Anlasser liegen 12 Volt und satt Ampere an, also muss spätestens jetzt die Batterie abgeklemmt sein.

Den Stecker an der Ölfilterpatrone abziehen und das Kabel aus dem Weg legen.

Jetzt den mittleren Motorhalter, also den zwischen Kühler und Motor entfernen. Dort ist auch der an der Anlasser befestigt, den Anlasser kann man mit drei Schrauben lösen und aus dem Gehäuse ziehen. Den Motorhalter kann man nun komplett entfernen, muss zu diesem Zweck den Motor aber dann unterstützen, da sich dieser sonst versucht nach vorne zu drehen.

Dann das, vor der Wandlerglocke sitzende Blech entfernen. Dann kommt man an die vier Wandlerschrauben. Das ist die Verbindung zwischen Drehmomentwandler und dem Getriebe.

Achtung!!! Auf keine Fall das Getriebe vom Wandler abziehen, sondern Getriebe mit Wandler ausbauen. Die Welle die ins Getriebe geht ist empfindlich. Außerdem hat man nicht genug Platz das Getriebe weit genug nach hinten zu ziehen.

Man dreht mit einem Schlüssel dem Wandler so, dass man an die erste Schraube kommt und löst die Schraube, sinnvollerweise mit einem Schlagschrauber.

Alternativ kann man einen Schraubenzieher die Zahnscheibe des Anlassers stecken und so gegen halten. Aber aufpassen dass man nicht das Gehäuse des Getriebes und nicht das Zahnrad beschädigt.
Danach mit der nächsten, sichtbaren Schraube den Wandler weiterdrehen, bis man an die nächste Schraube kommt und so weiter. Alle vier Schrauben entfernen.

Nun muss der Motorhalter am Getriebe an der fahrerseitigen Spritzwand entfernt werden. Dazu wird die etwa 3 cm lange Mutter gelöst und entfernt.

Im Radhaus befindet sich ein Deckel, den man entfernt, dort ist eine lange Schraube. Diese lange Schraube wird rausgeschraubt und dann rausgezogen.

Tip von Nando: Die Nuss mit Klebeband an der Verlängerung fixieren, da beim abziehen die Nuss in den Kotflügel fallen kann. Die bekommt man da schlecht wieder raus.

Achtung!!! Das Ganze darf nicht unter Spannung stehen, sonst bekommt man die Schraube nicht raus, bzw. beschädigt das Gewinde.

Das heißt man muss versuchen mit Getriebeheber oder Druck, oder Helfern das Ganze so zu entlasten, dass der Motorhalter nicht unter Spannung steht. Was auch hilft, ist die drei, im Getriebe befindlichen Schrauben des Motorhalters selbst heraus zu schrauben. An die kommt man von rechts am Radhaus.

Nun schraubt man die restlichen Schrauben die Getriebe und Motor verbinden ab. Das sind oben drei, rechts und links eine, unten die und am Anlasser sind ja schon weg.

Achtung!!! Bevor die letzte Getriebeschraube gelöst wird, muss natürlich das Getriebe festgehalten werden. Das Getriebe steckt relativ lose am Motor und kann heraus fallen.

Das tut Aua und danach entfällt wahrscheinlich die Getriebeüberholung. :? :roll:


Danach das Getriebe vorsichtig raus manövrieren, dabei unbedingt den Wandler festhalten, dieser ist nur gesteckt und kann heraus fallen.

Der erste wichtige Schritt ist gemacht.

Im nächsten Teil erzähle ich von der Überholung.
Zuletzt geändert von Nonickatall am Fr 22. Jul 2016, 13:33, insgesamt 2-mal geändert.

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Nonickatall
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

Für die Überholung des Getriebes selbst, sollte man sich eine Wanne besorgen, entweder aus Blech oder aus Kunststoff, auf der man die Arbeiten macht. Das Getriebe wird ständig gedreht und aus dem Getriebe läuft viel Öl raus. Das gibt sonst eine Riesensauerei.

Ich habe ein Dokument zur Getriebe Überholung, das ich jedem gerne zur Verfügung stelle. Hier einstellen möchte ich es aus urheberrechtlichen Gründen nicht. Im Detail die Überholung beschreiben macht keinen Sinn. Das Dokument hat 112 Seiten und wird teilweise nur durch die Bilder schlüssig.

Das ist die Liste der Dinge die man zusätzlich, zu dem wohl in jeder Werkstatt vorhandenem Werkzeug, braucht:

Zughammer
38er Nuss
Abzieher verstellbar
Drehmomentschlüssel 23Nm, 270Nm
Messuhr, anklemmbar mit kurzem und langem Pin
Messblättchen 0,1mm, 0,08mm
Langer Seegerringschlüssel
Federkompressor Miller 5058-3,5059,6057
Miller L-4518
Haltewerkzeug Miller 6259
Federkompressor spezial
Gauge Lock
Schleifstein
Hohnahle
Spezialwerkzeug differenzial
Presse

Im Prinzip läuft die Überholung so, dass erstmal alle Deckel und sonstigen Anbauteile wie Antriebswellen Aufnahmen, Sensoren, Solenoidblock, Halter etc. vom Getriebe abgeschraubt werden.

Danach wird die Ölpumpe abgeschraubt und mit einem Schlaghammer aus dem Getriebe gezogen. Danach wird die "Input Drum" aus dem Getriebe gezogen.

Dann werden Differenzial und die Differenzialwelle ausgebaut und die Schalt- oder Ventilbox wird ausgebaut. Die Parksperre wird ausgebaut.

Danach werden Sonnenrad und Planetenradträger, die Kupplungen und Kolben vom zweiten und vierten Gang, danach die vom ersten und Rückwärtsgang aus dem Getriebe gebaut. Ganz zum Schluss der Kolben des Ersten/Rückwärtsganges.

Danach werden die Ölpumpe, die Inputs Drum, die Schaltbox, das Differenzial zerlegt und überholt. Das Gehäuse gereinigt und die Dichtflächen geschliffen. Dazu sind Spezialwerkzeuge und Messmittel und aus meiner Sicht eine Presse notwendig.

Das Ganze ist ohne das Dokument aus meiner Sicht nicht zu machen. Hier gibt es unheimlich viel zu beachten, die Kupplungscheiben sind teilweise unterschiedlich dick, man muss genau wissen, wo welche Scheiben, welcher Sprengring hin kommt. Man muss unbedingt alle Anzugsmomente einhalten. Das Ganze muss ständig gemessen werden, damit die Abstände zwischen den Kupplungen genau stimmen.

Es werden natürlich überall eine neue Dichtungen eingefügt, es werden neue Simmeringe eingebracht und das Getriebe wird in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengebaut.

Das Ganze ist relativ knifflig und setzt konzentriertes Arbeiten voraus. Für Hobbyschrauber nur bedingt zu empfehlen, aber machbar.

Bilder von der Überholung stelle ich noch ein.

Wenn jemand Tips oder Hilfe braucht, oder mehr wissen will, helfe ich gerne.

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arnd
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von arnd »

Interessant - ich werde es nicht machen. Da ist meine Einfahrt recht ungeeignet für ;-)
Was mir noch einfällt: Vor dem Ausbau der rechten Antriebswelle muss IMHO der Speedsensor raus.
Gruß Arnd
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Nonickatall
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

arnd hat geschrieben:Interessant - ich werde es nicht machen. Da ist meine Einfahrt recht ungeeignet für ;-)
Was mir noch einfällt: Vor dem Ausbau der rechten Antriebswelle muss IMHO der Speedsensor raus.
Gruß Arnd
Da must du Omafit fragen. Der macht Dir den Getriebewechsel auch in der Gästetoilette.. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Der Sensor muss nicht raus, das Zahnrad dreht sich mit. Sowohl beim rausmachen, als auch bei reinsetzen. Man kann ihn aber auch rausschrauben, um das Kunststoffzahnrad zu schonen.

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Anderl
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Anderl »

Was für eine Geburt. :shock: . Wenn ich mal so ein Problem hab. Was nimmst du für einen Stundenlohn oder kann man das bei dir abarbeiten. Rasen mähen, Fenster putzen .......... ! :? Gruß Andreas.
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nando
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von nando »

nonickatall hat geschrieben
Da must du Omafit fragen. Der macht Dir den Getriebewechsel auch in der Gästetoilette.. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Der war gut :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :ironie:
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Nonickatall
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

Hier ein paar Impressionen:

Getriebegehäuse geleert und gereinigt
Bild

Die zerlegte Input Drum. Diese ist sozusagen der Getriebe Eingang hinter dem Wandler und der Ölpumpe. Die Lamellenkupplungen schalten den Overdrive (Wandlerbrücke) den Rückwärtsgang und den Kraftschluß zum Getriebe überhaupt (Leerlauf). Gut zu sehen die "Handels" die über die Wellen den Kraftfluß an die weiter hinten im Getriebe liegenden Planetenradsätze weiterleiten und die Kolben die die Kupplungen schalten.
Bild

Das Innere der Input Drum
Bild

Die Inputdrum fertig überholt
Bild

Die Input Drum wieder im Getriebe kurz vor dem Einbau der Ölpumpe.
Bild

Das zerlegte Ventilgehäuse. Hierüber werden die Kolben die, die Lamellen und damit die Gänge schalten gesteuert. Das Ventilgehäuse ist sozusagen der Verteiler. Die eigentliche Steuerung übernimmt der außen am Getriebe sitzende Solenoidblock. Gut zu sehen die Schaltwelle, an der über einen Seilzug der Wählhebel sitzt und die Scheibe über die, die Wählhebelstellungs- und Leerlauf Schalter gesteuert werden
Bild

Die Ölpumpe ist wieder drin und damit die Überholung fast abgeschlossen.
Bild

Das fertige Getriebe, bereit zum Einbau.
Bild

Der glückliche Baron mit wieder funktionierendem Getriebe, der hin und wieder sicher dachte:

Der will mich doch nicht schlachten? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Bild

Edit Ratte 14.06.2016 / 22:00 Uhr
Bilderlinks korrigiert, @nonickattall:
Bildadresse verwenden-> rechtsklick auf das Bild in großer Ansicht -> Bildadresse kopieren


Edit Nonick... Danke@Ratte

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Mike
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Mike »

Das Innenleben des A6ß4 erinnert mich an ein Borg-Spaceship aus StarTrek :lol:

Very nice der Bericht, nonick!
Never argue with an i d i o t,
they drag you down to their level
then beat you with experience.

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Nonickatall
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

Mike hat geschrieben:Das Innenleben des A6ß4 erinnert mich an ein Borg-Spaceship aus StarTrek :lol:

Very nice der Bericht, nonick!
Jetzt wird mir klar, warum ich in der Input Drum Reste von Antimaterie und einem Warp Kompensator gefunden habe... :mrgreen: :mrgreen:

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Nonickatall
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Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

Anderl hat geschrieben:Was für eine Geburt. :shock: . Wenn ich mal so ein Problem hab. Was nimmst du für einen Stundenlohn oder kann man das bei dir abarbeiten. Rasen mähen, Fenster putzen .......... ! :? Gruß Andreas.
Hmm mit dem Fensterputzen kannst Du nächste Woche anfangen, Du kannst dann sozusagen auf Deinem Getriebekonto ansparen.

Sozusagen ein Getriebebausparvertrag... *lol

Hoggi
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Registriert: So 4. Mär 2007, 08:23

Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Hoggi »

Großartiger Report. Danke !!!
H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

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omafits
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Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von omafits »

Netter Bericht.
Und gute Arbeit, na ja das mit der Gästetoilette wird bissel eng, da sollte man lieber die Jungs holen https://www.youtube.com/watch?v=SxS2XLJqp7M
Aber die Einfahrt reicht zum Ausbauen, oder eine Normgarage wenn das Auto nur mit der Front drin steht.
Spezialwerkzeug : Unterfahrgetriebeheber mit verstellbarer Aufnahmeplatte.
1989 TC Turbo

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Nonickatall
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Registriert: Di 18. Aug 2015, 19:51

Re: Getriebe Rebuild

Beitrag von Nonickatall »

So, 500 Kilometer runter und das Getriebe läuft perfekt. Kein rucken, kein schlagen und butterweiche Schaltvorgänge.

Also wer das Getriebe defekt hat. Nur Mut, ist alles reparierbar.

Stehe gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Einfach PN an mich.

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