Wie viel Spiel darf an der Lichtmaschine sein?

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zweifler
Beiträge: 68
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 00:32

Wie viel Spiel darf an der Lichtmaschine sein?

Beitrag von zweifler »

Hallo Forum,
nachdem ich wegen einer defekten Wasserpumpe sowieso schon alle Keilriemen runter hatte, habe ich die auch gleich neu gemacht. Allerdings ist mir beim Montieren und Spannen des Lichtmaschinen-Riemens aufgefallen, dass oben an der Welle, auf der die Lichtmaschine aufgesteckt wird, trotz festgezogener Mutter minimal radiales Spiel ist. Das macht vorne am Riemenrad, durch den Hebel, geschätzt ungefähr 0,5 mm aus. Jetzt meine Frage an das Forum:
Wie viel Spiel darf an dieser Stelle sein?
Vielen Dank für Eure Antwort im Voraus!
Gruß
Martin
Grüße an das Forum
Martin

Chrysler Le Baron Turbo II,
2,2 l, 177 PS, BJ. 1990

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Nonickatall
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Re: Wie viel Spiel darf an der Lichtmaschine sein?

Beitrag von Nonickatall »

Verstehe ich das richtig? Die ganze Lichtmaschine wackelt sozusagen?

Das kann eigentlich nicht sein. Die Lichtmaschine ist ja mit der Schraube mit Mutter oben und hinten, zur Spritzwand hin, noch mal mit einer Schraube befestigt und kann eigentlich nicht wackeln. Zumindest beim 3 Liter.

Aber abgesehen davon , solange die Riemenscheibe gerade steht und der Riemen sauber läuft, ist Spiel an der Stelle eigentlich egal.

zweifler
Beiträge: 68
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 00:32

Re: Wie viel Spiel darf an der Lichtmaschine sein?

Beitrag von zweifler »

Um das noch für's Forum zu klären. Als Wackeln kann man das eigentlich nicht wirklich bezeichnen. Es ist viel mehr so, dass wenn man die Lichmaschine fest anpackt und daran ruckelt, man eben merkt, dass es oben an der Achse minimal anschlägt. Die Lichtmaschine wird auch nur mit der Achse, oben in der gleichen Halterung, in der auch der Klimakompressor sitzt, und einer Schraube unten, in einer Halterung mit Gummidämpfung, befestigt. Ich werde jetzt mal die Führungsbuchsen, in der die Achse gesteckt wird, umdrehen. Denn wenn man sich die Spuren (Verunreinigung und Korrosion) anschaut, habe ich die gerade anders herum montiert, als vorher. Mal sehen, was passiert.
Ansonsten versuche ich mit dem Spiel zu leben.
Gruß an das Forum!
Martin
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Nonickatall
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Registriert: Di 18. Aug 2015, 19:51

Re: Wie viel Spiel darf an der Lichtmaschine sein?

Beitrag von Nonickatall »

zweifler hat geschrieben:Um das noch für's Forum zu klären. Als Wackeln kann man das eigentlich nicht wirklich bezeichnen. Es ist viel mehr so, dass wenn man die Lichmaschine fest anpackt und daran ruckelt, man eben merkt, dass es oben an der Achse minimal anschlägt. Die Lichtmaschine wird auch nur mit der Achse, oben in der gleichen Halterung, in der auch der Klimakompressor sitzt, und einer Schraube unten, in einer Halterung mit Gummidämpfung, befestigt. Ich werde jetzt mal die Führungsbuchsen, in der die Achse gesteckt wird, umdrehen. Denn wenn man sich die Spuren (Verunreinigung und Korrosion) anschaut, habe ich die gerade anders herum montiert, als vorher. Mal sehen, was passiert.
Ansonsten versuche ich mit dem Spiel zu leben.
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Martin
Wäre hilfreich wenn Du mal schreibst was Du für einen Motor hast. Aber wenn die Lichtmaschine in einer Gummibuchse sitzt ist doch eigentlich klar, dass man hin und her wackeln kann.

Ich gehe mal davon aus, dass du auch einen Mehrrippenriemen hast. Die Dinger laufen eigentlich entweder sauber oder nicht. Lass den Motor mal eine Weile im Stand laufen, dann siehst du was passiert. Springt der Riemen nicht runter ist alles gut. Dann mal Probefahrt machen. Wenn der Riemen versagt auf die Motortemperatur achten (Weiß nicht ob bei deinem Motor die Wasserpumpe auch über diesen Riemen läuft) Ansonsten kann, außer mangelnder Servounterstützung beim Lenken, und Entladung der Batterie, nicht viel passieren.

zweifler
Beiträge: 68
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 00:32

Re: Wie viel Spiel darf an der Lichtmaschine sein?

Beitrag von zweifler »

Hallo Nonickatall,
konnte nicht früher reagieren, da ich auf einem Lehrgang war. Der Reihe nach:
Ist blöd, dass ich das vergessen, aber ich habe den Turbo II mit 177 PS.
Den Test mit dem laufen lassen im Leerlauf habe ich dann auch gemacht und schön beobachtet, wie der Riemen läuft. Und was soll ich sagen, sieht gut aus, läuft schön gerade, auch wenn der Motor im kalten Zustand noch nicht ganz rund läuft. Auch die Probefahrt über 10 km hat keine Problem gezeigt. Es quietscht und schleift nichts. An dem Riemen hängen übrigens Lichtmaschine und Wasserpumpe (von oben angetrieben) und er hat ein flaches Profil, nicht trapezförmig wie ein normaler Keilriemen. Ist das dann ein Mehrrippenriemen? Die Servopumpe hat einen extra Riemen. Und da es so ganz gut aussieht, hab ich erst mal keine Angst. Werde nur langfristig die Gummibuchsen mal erneuern. Dank noch mal für die Antwort!
Gruß
Martin
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Nonickatall
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Re: Wie viel Spiel darf an der Lichtmaschine sein?

Beitrag von Nonickatall »

zweifler hat geschrieben:Hallo Nonickatall,
konnte nicht früher reagieren, da ich auf einem Lehrgang war. Der Reihe nach:
Ist blöd, dass ich das vergessen, aber ich habe den Turbo II mit 177 PS.
Den Test mit dem laufen lassen im Leerlauf habe ich dann auch gemacht und schön beobachtet, wie der Riemen läuft. Und was soll ich sagen, sieht gut aus, läuft schön gerade, auch wenn der Motor im kalten Zustand noch nicht ganz rund läuft. Auch die Probefahrt über 10 km hat keine Problem gezeigt. Es quietscht und schleift nichts. An dem Riemen hängen übrigens Lichtmaschine und Wasserpumpe (von oben angetrieben) und er hat ein flaches Profil, nicht trapezförmig wie ein normaler Keilriemen. Ist das dann ein Mehrrippenriemen? Die Servopumpe hat einen extra Riemen. Und da es so ganz gut aussieht, hab ich erst mal keine Angst. Werde nur langfristig die Gummibuchsen mal erneuern. Dank noch mal für die Antwort!
Gruß
Martin
Dan ist doch alles Besterns. :D

Ja, ein Mehrrippenriemen ist der flache Riemen mit einzelnen Stegen.

[Klugscheißmodus ein]
Die Stege dienen dazu, eine größere Oberfläche zu erzeugen und damit mehr Reibkraft als ein klassischer Keilriemen bei weniger Riemenspannung zu erzeugen. Das spart Energie und schont die Lager. Nur da wo große Anfangskräfte wirken, verwendet man Keilriemen, weil die sich bei Belastung in die Scheiben ziehen und durch den Keil dann noch größere Reibkräfte übertragen. Deswegen haben Klimakompressoren in der Regel Keilriemen, weil die ja über Magnetkupplungen bei Bedarf zugeschaltet werden, während Lichtmaschine, Servo- und Wasser-pumpe ja kontinuierlich mitlaufen.
[Klugscheißmodus aus] :mrgreen:

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