Von Uli / 90er 3,0 l conv. am 08.12.2004, 14:41
...es muss so sein !
Wenn William das, was er schreibt, ernst meinte, hätte er ja nicht verstanden, wie ein 4 Takt-Motor funktioniert...
Und wenn Steffenbaron das meinte, was er schreibt, wäre dasselbe der Fall....
Also nochmal zur Erinnerung:
Es waren einmal 4 Takte im Ottomotor. Die hiessen Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstossen. Sie waren alle gute Freunde. Leider konnten nur Verdichten und Arbeiten Hand-in-Hand arbeiten.Ansaugen und Ausstossen waren durch die bösen Ventile voneinander getrennt.
Und so mussten sie jahrein, jahraus immer in der gleichen Reihenfolge arbeiten:
EV auf, Ansaugen, EV zu,Verdichten,Arbeiten,AV auf, Ausstossen,AV zu,EV auf....usw.
Ausstossen und Ansaugen waren schon traurig, dass sie nie einmal direkt verbunden waren. Und sie waren richtig böse auf Herrn Otto, der wohl - wie sie richtig vermuteten - extra ein Auslassventil, das erst zugehen musste, und ein Einlassventil, das erst aufgehen musst, zwischen sie gestellt hat.
Und sie haben auch manchmal ganz neidisch zu den Zweitaktmotoren geschielt: da konnte nämlich tatsächlich Gemisch mit den Auspuffgasen einfach abhauen.
Aber, das hatte ja, wie gesagt, der Herr Otto schon vorher gemerkt.
Und um sich doch einmal näher zu kommen, haben sich Ansaugen und Ausstossen was ganz teuflisches ausgedacht..... DEN ZAHNRIEMENRISS!
Aber davon erzähle ich Euch das nächste Mal...
Ich hoffe, jetzt ist keiner böse und alle können gut schlafen!
mfg
Uli
Re: ...also war doch ein Scherz ,oder ?...
Von ludwig 3,0 V6 am 08.12.2004, 14:56
Ma bin ich aber Blöd und ich glaubte immer das mir der Lehrer sagte das ohne bischen Rückstau ein kleiner Unterdruck entsteht und dann beim Ansaugen und verdichten das verhältniss nicht stimmt und der Motor wegen der schlechteren Verdichtung weniger Leistung hat.
Na ja und so glaubt jeder was anderes:-)))
mfg
Ludwig
..das glaube ich wirklich nicht,...
Von Uli / 90er 3,0 l conv. am 08.12.2004, 15:16
..., Ludwig, dass Du blöd bist.
Das beweist Du ganz sicher des öfteren mit Deinen Stellungnahmen , die auffallend präzise sind.
Und Dein Lehrer hat Recht. Die strömungstechnische Auslegung der Auspuffanlage kann durchaus Einfluss auf die Leistung des Motors haben ( notwendige Förderarbeit, Druckverhältnisse am Auslassventil ).
Die Verdichtung kann ( aber eher in geringem Umfang ) durch den Aussendruck am Auslassventil beeinflusst werden. Und damit dann auch - wiederum eher theoretisch - der Verdichtungsdruck.
Mein "Einwand" galt eher der Theorie von verbrennenden Ventilen durch die Geometrie am Fahrzeugheck.
Also, bitte, nix für ungut !
mfg
Uli
Re: .uli - nimm dich doch bitte etwas zurück!!!!
Von steffenbaron 63 3.00 v6 bj90 conv am 08.12.2004, 15:43
nix gegen kritik, aber wenn du schon mal steuerzeiten manipuliert hättest und das wort ventilüberschneidung kein fremdwort für dich wäre, könntest du mir glauben -- ok, mag ja verwirrend klingen, aber ich habe bis 1500 ps aus nem top alcohol motor (V8) holen dürfen und habe durch falsche auslass-ideen viel geld eingebüßt.
vorwiegend bei motoren von mopeds (katana 1100 bis 1450ccm - 250 din ps)) -- bei autos hab ich nicht so den plan, aber da taktet es genauso!!!
frag mal einen motorentuner was er von falschen auspuffanlagen hält -- hätte udo jetzt den mittleren topf drin gelassen, könnte das gas nicht so schnell strömen und alles wär gut! -- als gerhard berger die erste zeit bei ferrari gefahren ist, hatten die auch solche probleme -- da hats dann immer im auspuff gekracht-- und das war gemisch, das zu schnell durchgehuscht ist und erst im output explodierte (quasi ein spätzünder)das kost ps mein lieber. ich habe soviele ventile selbst verbrannt und verbröckelt -- und zwar wegen zu wenig staudruck -- die werden weiß -- bei zuviel werden sie dunkel und setzen ölkohle an und im schlmmsten fall verklebt der mist dann wie bei nem fetten zweitakter. so-- das wars.
würde ja nicht so drauf rumreiten, aber bin nun mal ein klugscheißer und habe das alles selbst erlebt.
....den Rat nehme ich gerne an...
Von Uli / 90er 3,0 l conv. am 09.12.2004, 08:27
...lieber Steffenbaron !
Das mit der Ventilüberschneidung habe ich schon einmal gehört. Und sogar verstanden !
Das war damals ( '91 bis '93 ) als wir uns intensiv Gedanken gemacht haben, wie die Motorsteuerung von herkömmlicher Wirbelkammerverbrennung auf Direkteinspritzung umzustellen sei. Dabei haben wir schwer darüber nachgedacht ( und auch versucht ), welche ringförmigen Querschnitte welcher Ventilsitzform bei verschiedenen Ansaugdrücken ( da auch noch geladen ) und blöderweise wechselnden Abgasgegendrücken ( der VTG Lader wurde schon betrachtet ) bedürfen, um Luftschlupf ( da Diesel ) sicher zu verhindern. Hier haben Massenträgheiten von Gassäulen einen entscheidenden Einfluss ( Ventil auf heist noch lange nicht, dass schon etwas strömt ).
Das war bei einer Firma, die hies VW.
So ziemlich das erste, was ich ich der Lehre - damals gab's noch Vergaser - gelernt habe, wenn's im Auspuff knallt, war ." Dat Jemisch is zu mager, dat zündet erst im Auspuff ".
Ich achte selbstgemachte Erfahung im höchsten Maße.Aber vielleicht hast Du Deine unter dem Einfluss einer eher empirischen Arbeitsweise gemacht. Die Verbrennungsemperatur und -geschwindigkeit ( und damit der Spitzendruck ) von Alkohol ( oder Kerosin, Methan ) ist nun einmal etwas höher.
Und wenn man dabei die mechanischen Gegebenheiten ausser Acht lässt, rennt man höchstwahrscheinlich in massive thermische Probleme.
Der Maschinenbauer will kleine Ventile ( geringe oszillierende Masse ), der Strömungstechniker will grosse Hübe ( geringeres delta p )und der Kühltechniker will natürlich grosse Sitze ( grössere Wärmeabfuhr zu Kopf ). Ganz sicher müssen alle drei miteinander reden.
Wenn sie das nicht tun, bekommt einer, zumindest ab einer bestimmten Motorbelastung, sicher Probleme.
Also nochmal: Ja, die Abgasanlage hat Einfluss auf die Leistung eines 4 - Takters. Diese liegen bei einem gewöhnlichen solchen vielleicht bei +/- 5 %.
Aber eine Gegendruckänderung von vielleicht 15 mbar - also bitte - wird nicht dazu führen, dass da irgendein Ventil verbrennt !
Dann müsste man ja Rückenwind verhaltener fahren, da dann ja der ein geringerer Unterdruck hinter dem Fz zu thermischer Überlastung am Einlassventils eines Serienmotors führen kann !?
Also zumindest in der Betriebsanleitung meines Autos habe ich das noch nicht gelesen. Wo sie doch sonst so vorsichtig sind, die Amerikaner !
Nochmal, nix für ungut, aber Udo's Probleme dürften später eher im administrativen als im technischen Bereich liegen.
mfg
Uli
ich habs gewußt - jürgen arbeitet auch am prüfstan
Von steffenbaron 63 3,00 V6 bj90 am 09.12.2004, 11:15
und der kann das genauso ausführen wie du-- dennoch war er immer langsamer als ich-- ätsch -- übrigens arbeitet er seit gerauemer zeit an prüfständen und hat bei vw sein diplom gemacht.
diesel ist schon a bisserl anders an zu sehen, wobei die füllung echt phänomenal zugenommen hat, die letzten jahre.
ich selbst habe wie du trotz akademikertitel ,(geh ich von aus)die sachen immer getestet -- dann nach gelesen. antwort-- konfutius: probieren geht über studieren!!
mag wohl alles errechenbar sein-- aber wir waren ohne schlaumeier wie jürgen europameister-- die konkurrenz hatten 3 laptops verbunden mit 24 sensoren im motor-- alles shit!!!!
vielleicht waren wir aber nur die besseren fahrer:-)
würde gerne mal selbst am prüfstand die ventiltemperatur messen-- bei nicht vorhandenem staudruck-- oder mit viel-- vielleicht hilfts ja meinem dickkopf! servus
Re: ich habs gewußt - jürgen arbeitet auch am prüfstan
Von William am 09.12.2004, 16:53
Da sich wegen der Masseträgheit ab ne beschtimmten drehzahl der ansaugtackt und auslasstackt überschneiden ist es hlt so mit dem staudruck.Aber bin ich davon überzeugt wenn die Ventile abbrennen liegt es nicht dadran,das der Staudruck fehlt sondern das.das sich das gemisch im Auspuff entzündet.Ich seöber habe eine DR 600 auf gelände umgebaut und fahre damit schom seit 5 Jahren ohne brobleme rum und nur mit einem Krümmer ganz ohne Auspuf.
Re: FRAGE ENDTOPF
Von Udo am 10.12.2004, 19:46
Hi Jungens
Danke für die vielen Antworten auf meine Frage
Die 100Punkte Antwort kommt von Wim
Er ist der einzige, der überhaupt auf die Frage geantwortet hat.
Der Topf vom 2,2T ist prktisch gleich mit dem original
Für alle Experten ansonsten
Da ich diesen LB nur so über den Winter als Versuchsauto auf Rote Nummern fahre, hab ich kein Problem mit dem TÜV
Das hält sich auch sonst in Grenzen
Ich hab schon einige Auspuffanlagen verändert und mir ist auch bei hohen Belastungen und vielen Km noch kein Ventil verbrannt.
Steffen und Co können Recht haben bei hohen Drehzahlen oder Nitro u.a.Einspritzungen.
Bei den moderaten Drehzahlen eines 3l Baron spielen Ventilüberschneidungen keine Rolle.
Zudem hab ich erwähnt, das ich einen Muffler eingebaut habe, sodaß schon noch Staudruck da ist.
Nochmal die Frage:
HAT JEMAND EINE IDDEE FÜR EINEN NETT KLINGENEDEN ENDTOPF
Gruß Udo
Re: FRAGE ENDTOPF
Von steffenbaron am 10.12.2004, 22:44
um mal auf die frage ein zu gehen -- ich habe bierdruck aus den usa einen (meiner meinung nach ) wunderschönen endtopf aus edelstahl mitgebracht-- frag mal den, wie er klingt -- ich war für mich zu geizig sowas zu kaufen -- im napa store 152 dollar + Mehrwertsteuer -- dnxperformance war glaub ich der vertrieb in den usa.
Re: FRAGE ENDTOPF
Von Viperandy am 11.12.2004, 07:01
Ich hab mir einen "Raptor" untergehangen. gibts bei diversen Händlern (KTS,M&F etc) für um die dreißig Euronen. Nich laut - aber schön dumpf!
Und noch ein Klugsch****
Von TheMissingLink, 295, 2,2TII, SCHALT!!! am 10.12.2004, 12:50
Ja, ich bin auch einer, ich gestehe!
Ist tatsächlich etwas dran, auch wenn 4-Takter nicht ganz so sensibel wie 2-Takter reagieren.
Das ganze System von Ansaug bis Heck ist abgestimmt und baut im Betrieb eine schwingende Gassäule auf und in gewissem Umfang Zu- und Abfuhr reguliert und einstimmt.
Eingriffe können diese abgestimmte Schwingung stören. beispiel am 2-Takter, hat zwar keine Ventile aber die Störung der Säule erzeugt meist eine Gemischabmagerung die zu ... Löchern im Kolben oder Verschweissung der Ringe mit der Laufbahn führen kann, Klemmer oder Fresser. Mein Mopped hat fast weisse kerzen gehabt nach dem Tausch der Serienanlage gegen eine schöne und laute Carbon ... Ändern der Düsen in den beiden Gasern und umständliches, wochenlanges Einstellen war notwendig ... gleiuches kann manchmal auch schon passieren, sobald man den LuFi-Typ ändert ...
ho.
...Recht hast Du !
Von Uli / 90er 3,0 l conv. am 10.12.2004, 13:22
Der Zweitakter wird fast ausschliesslich von den dynamischen Widerständen im Ansaug/Abgastrackt bestimmt.
Hier ist die Welt eine GANZ andere als 4-taktigen Kollegen.Viele,viele durchgebrannte Kolbenböden zeugen davon.
Beim 4-Takter ist eben (fast, wegen der Klugsch.... ) immer eine Türe zu.
Ich kenne keinen Zweitakter, der einen Drei-Wege Kat. nachgeschaltet hat. Geht gar nicht, wegen der unverbrannten C im Abgas.
Und wegen der geschlossenen Türen beim 4-Takter kommt kein unverbrannter Kohlenstoff in den Kat. Und das, was am Einlassventil reinkommt ( ausser FSI)ist nun mal keine Luft, sondern zündfähiges Gemisch.
mfg
Uli
Re: ..das glaube ich wirklich nicht,.
Von ludwig 3,0 V6 am 08.12.2004, 17:33
Um den minimalen Unterdruck zu kompensieren könnte man doch einen Sportluftfilter (so ein Konisches Ding das die Ansaugluft schneller strömen lässt) einbauen.
Um den TÜF braucht man sich keine Sorgen machen den ohne Kat ,Mitteltopf und nichtgenemigten Endtopf schicken die einen sowieso in die Wüste.
;-)
Ludwig