Spur einstellen

Technische Fragen an die Gemeinde....

Moderatoren: xedos, arnd, Ratte

Forumsregeln
Im Knowhow werden einige Themen angesprochen bitte zuerst dort lesen und/oder die Suche-Funktion im Forum verwenden. Beschreibe dein Problem möglichst genau und gebe nötige Informationen wie z.B. Baujahr, Motor, Getriebe... an. Nur so kann Dir schnell geholfen werden.
protheus

Spur einstellen

Beitrag von protheus »

Hallo liebe Baron-Gemeinde.... 8)

Ich habe grad mit meinem Kumpel ne heftige Grundsatzdiskussion geführt....zum Thema einstellen der Spur (nicht vom Sturz) an der VA. Bei meinem Baron müsste dies ma gemacht werden....

Nun ja, er hat mal gehört, dass man sowas wohl "irgendwie" selbst machen kann....ich nicht... :lol:

Hab darüber ma gegooglet und ein paar Ergebnisse gefunden... Da waren viele Methoden angegeben....mit Brettern, Schnüren, Wasserwaagen und sonstigem.....:?

Mir erscheint es doch eher vertrauensvoller, dies eine Werkstatt machen zu lassen..

Was meint Ihr dazu: Kann man die Spur selbst einstellen? Oder eher nicht?

Viele Grüße aus Berlin

Benutzeravatar
matador
Beiträge: 1778
Registriert: Mo 18. Feb 2008, 06:07

Beitrag von matador »

Würd ich von ner Werkstatt machen lassen.
Alles andere ist nur halber Kram und zu aufwendig.
Wenn man sich dann noch die Reifen kaputt gefahren hat,
dann hat man nichts gespart.
Gib lieber 40 - 50 Euro für ne Achsvermessung aus.
Ist meine persönliche Meinung.
Andere sehen dieses vielleicht anders.

Kai
LeBaron Cabrio Bj 92 3l V6 US manuelle Schaltung und D3
LeBaron Cabrio Bj 94 3l V6 EU mit LPG und D3
Ford Ranger Pickup Bj 87 2,9l V6 US
Renault Megane Coupe / Cabrio Bj 2007
Kawasaki EN 500 Bj 92

Benutzeravatar
Megan
Beiträge: 627
Registriert: So 27. Mai 2007, 15:23
Kontaktdaten:

Beitrag von Megan »

Würde auch eine Werkstatt aufsuchen , geht schneller und ist sicherer...

Grüße aus München

Michaela & Christian
Le Baron Cabrio 2.2i Turbo I Automatik weiß `88
Le Baron Cabrio 2.2i Turbo I Automatik rot `89
Sebring Cabrio 2.7i V6 Automatik schwarz `05
Alfa Romeo 147 2.0 Twin Spark ´02

walter_hermes
Beiträge: 473
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 22:12

Beitrag von walter_hermes »

hi,
geht auch ohne Werkstatt, wenn Du eine Laserwasserwaage hast.
Pointe dann von hinten (immer Felgenrand) nach vorne (Nullstellung)
und gehe dann vorne beidseitig auf Vorspur (symmetrisch).
Werkstatt macht im Prinzip auch nix anderes.
Gruß Walter
Vorerst keine Barone mehr, nur noch wenige Ersatzteile
DB E- Klasse S 211 T-Modell, VW T4,
Wohnmobil Niesmann Clou Trend 770 G
BMW R100R, 2 Heinkelroller, Vespa TPH 125,
1 Velosolex
Honda Dominatoren RD02 und RD08

Hoggi
Beiträge: 1896
Registriert: So 4. Mär 2007, 08:23

Beitrag von Hoggi »

Hab ich auch selber gemacht. Vorher war's ne Katastrophe, ging aber trotzdem irgendwie, jetzt ist es gut. Die Ober-/Untergrenzen sind recht weit, man kann also kaum was falschmachen.

Ich habe mit einer Holzstange von rechts nach links am Reifenprofil gemessen, vorne und hintem Vorderreifen. Man kann nicht genau in halber Höhe messen, da sich die gerade Holzstange so nicht anlegen läßt, muß man also mit Sinus und Cosinus eine Korrektur rechnen. Ich behaupte, daß das einfacher und deshalb genauer geht als an den Felgeninnenkanten.

Man muß SELBSTVERSTÄNDLICH mehrere Messungen machen, der Reifendruck muß stimmen, die Gelenke dürfen nicht ausgeschlagen sein, die Räder sollten vorne auseinandergezogen werden, man muß die Verantwortung tragen können...man muß z.B. von selber drauf kommen, daß man hinterher vorsichtige Bremsversuche machen muß, auch in der Kurve...

Fahrgefühl ist jetzt sehr gut, Lenkung geht leicht und sauber. Auf jeden Fall besser als vorher.Vorteil vom Selbermachen ist, daß man öfter mal die Spur überprüft, ohne jedesmal neu zu löhnen.

SG

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

protheus

Beitrag von protheus »

Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten...!!

Also bei Geradeausfahrt ist mein Lenkrad um ca 25Grad nach links geneigt..... :lol: naja.

Hab mir bereits neue Spustangenköpfe bestellt (Kilan) für 30€. Der Rest an dem gesamten Lenkgetriebe, Radaufhängung, Reifen- und Reifendruck sind supi... 8)

Was meinst du mit " die Reifen müssen vorne auseinandergezogen" sein? Ich stell mir das nach Deiner Methode so vor:

Lenkrad in die Waagerechte bringen für die Geradeausfahrt (vorher natürlich die neuen Köpfe rauf) und dann mittels Holzstab (hab da ein langen Stahl Vierkantstab rumzufliegen) die Ausrichtung der Räder an den Spustangenköpfen einstellen..so lange, bis selbige parallel zueinander stehen..und dies natürlich bei aufgebocktem Wagen... 8)

Danach ein Test beim bremsen und fahren ist selbstredend...da hab ich ne gute Möglichkeit für: Meine Bastelgarage is in einem Industriegebiet..Groß, breit und Sonntags immer leer... Teilweise Rollfeldtausmaße....:lol:

Naja, versuchen kann man es ja ma, oder....

Beste Grüße aus Berlin

protheus

Beitrag von protheus »

Okay...dass die Räder auch so paralell zueinander stehen ist doch irgendwie logisch, oder? Ich meine selbst dann, wenn die Spur verstellt ist... :?

Sie müssen nur akkurat in Fahrtrichtung zeigen..bei waagerecht ausgerichtetem Lenkrad. Oder versteh ich datt jetzt falsch??

Benutzeravatar
Ede1
Beiträge: 740
Registriert: Di 27. Feb 2007, 00:34
Kontaktdaten:

Beitrag von Ede1 »

Hi, also Ich würds machen lassen in einer Werkstatt. Wenn die Spur auch nur um 1 grad nicht richtig eingestellt ist kann es teuer werden. Man sieht leider erst viel zu Spät wenn die ncith richtig Stimmt, und zwar dann wenn man wieder neue reifen für vorne braucht. nen Satz neue Reifen ist teurer wie eine Spur einstellen zu lassen, und man ist auf der sicheren Seite. Meine Meinung.
Le Baron Cabrio V6 3.0 Automatic. Bj 1990.US Version.Digitacho,California Modell.3.3 Drosselklappe. LPG VEnturi BRC

Dodge Ram B3500 Van, Extension Version. Bj.1998 ,5,9 V8 180 KW. LPG Stag300

Hoggi
Beiträge: 1896
Registriert: So 4. Mär 2007, 08:23

Beitrag von Hoggi »

Alles halb so schlimm.

@Protheus: Nein, ich mache das anders. Ich messe bei Geradeausstellung der Räder. Das Auto steht auf dem Boden. Die Stange halte ich QUER zum Fahrzeug und messe die Distanz von links nach rechts, von rechtem Vorderreifen zum linken Vorderreifen, in etwa halber Höhe (soweit möglich), einmal an der Lauffläche in Fahrtrichtung und einmal gegen Fahrtrichtung. Die Differenz der beiden Messungen ist die Vorspur. Jetzt ist es klar, oder ?

Weil man nicht in halber Höhe messen kann, mißt man einen Wert, der einerseits zu klein ist. Weil man nicht am Felgenhorn mißt, sondern an der Lauffläche, mißt man einen Wert, der andererseits zu groß ist. Für beide Fehler macht man eine Korrekturrechnung.

Das Auseinanderziehen der Vorderräder ist nicht so wichtig. Hat eigentlich keinen Einfluß auf das Meßergebnis. Übrigens kann ich mich da auch geirrt haben: Die Antriebskräfte drücken die Vorderräder vorne zusammen (?), deshalb haben die meisten Autos negative Vorspur (Nachspur). Der Lebaron hat trotzdem aber positive Vorspur. Man sollte also lieber (wenn schon..) die Vorderräder vorne zusammendrücken (?). Wie gesagt, nicht so wichtig, das Spiel ist ja Null...

@Ede: Hab's nicht genau im Kopf, aber 1 Grad Fehler kann man sich erlauben, mindestens, muß man nachschauen.

So, wenn die Vorspur eingestellt und überprüft ist, kann man das Lenkrad gerade stellen. Dazu rechts und links die Spurstangen um den GLEICHEN Betrag verdrehen.

Achtung, dieses Verfahren ist nicht "professioneller Standard". Jeder muß selber wissen, was er tut. Eine Gefahr ist z.B., daß ein Schaden an der Vorderachse (Verbiegung eines Bauteils) überdeckt wird und das Auto beim Bremsen in der Kurve unerwartet reagiert. Bitte nur das machen, was Ihr versteht und verantworten könnt !

SG

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

Benutzeravatar
omafits
Beiträge: 4084
Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Beitrag von omafits »

von -25 bis 25 plus da kann man fast nichts falsch machen :lol: :lol:
1989 TC Turbo

protheus

Beitrag von protheus »

Okay....datt is ma ne richtig gute Anleitung... :!:

Werd mich da am Wochende ma ranschmeissen.....Musste aber gestern feststellen, dass meine unteren Traggelenke (Kugelgelenke) spiel haben. Also hab ich mir auch die gleich ma bestellt. Nun ergibt sich daraus eine neue Frage:

Kann ich die Traggelenke ohne Spezialwerkzeug wechseln oder sind die fest reingepresst???

Grüsse aus Berlin

Hoggi
Beiträge: 1896
Registriert: So 4. Mär 2007, 08:23

Beitrag von Hoggi »

Hi,

da gibt es beides. Bei den frühen Lebarons ab 87 sind sie eingeschweißt, man muß den ganzen Dreieckslenker wechseln. Hab aber auch schon mal gelesen, daß jemand die Traggelenke rausgetrennt und neue reingeschweißt (reingepreßt) hat. Sicher verboten.

Später wurden sie reingepreßt, man kann sie wechseln.

Es gibt (s.o.) also 2 Typen von Dreieckslenkern. Die neueren haben gegenüber vom Traggelenk 2 Drehgelenke, die gleich aussehen. Die älteren sind asymmetrisch.

Alle Angaben ohne Gewähr, bitte prüfen.

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

protheus

Beitrag von protheus »

Dann hab ich demnach nen neueren Dreieckslenker... :lol:

Also wechsel des Gelenks ohne Spezialwerkzeug möglich? Irgendwo hab ich auch noch ein paar Abzieher rumzufliegen....vllt. sind die ja ganz nützlich dabei... :?

Uli
Beiträge: 403
Registriert: So 18. Feb 2007, 19:06

Beitrag von Uli »

Hoggi hat geschrieben:Alles halb so schlimm.

@Protheus: Nein, ich mache das anders. Ich messe bei Geradeausstellung der Räder. Das Auto steht auf dem Boden. Die Stange halte ich QUER zum Fahrzeug und messe die Distanz von links nach rechts, von rechtem Vorderreifen zum linken Vorderreifen, in etwa halber Höhe (soweit möglich), einmal an der Lauffläche in Fahrtrichtung und einmal gegen Fahrtrichtung. Die Differenz der beiden Messungen ist die Vorspur. Jetzt ist es klar, oder ?

Weil man nicht in halber Höhe messen kann, mißt man einen Wert, der einerseits zu klein ist. Weil man nicht am Felgenhorn mißt, sondern an der Lauffläche, mißt man einen Wert, der andererseits zu groß ist. Für beide Fehler macht man eine Korrekturrechnung.

Das Auseinanderziehen der Vorderräder ist nicht so wichtig. Hat eigentlich keinen Einfluß auf das Meßergebnis. Übrigens kann ich mich da auch geirrt haben: Die Antriebskräfte drücken die Vorderräder vorne zusammen (?), deshalb haben die meisten Autos negative Vorspur (Nachspur). Der Lebaron hat trotzdem aber positive Vorspur. Man sollte also lieber (wenn schon..) die Vorderräder vorne zusammendrücken (?). Wie gesagt, nicht so wichtig, das Spiel ist ja Null...

@Ede: Hab's nicht genau im Kopf, aber 1 Grad Fehler kann man sich erlauben, mindestens, muß man nachschauen.

So, wenn die Vorspur eingestellt und überprüft ist, kann man das Lenkrad gerade stellen. Dazu rechts und links die Spurstangen um den GLEICHEN Betrag verdrehen.

Achtung, dieses Verfahren ist nicht "professioneller Standard". Jeder muß selber wissen, was er tut. Eine Gefahr ist z.B., daß ein Schaden an der Vorderachse (Verbiegung eines Bauteils) überdeckt wird und das Auto beim Bremsen in der Kurve unerwartet reagiert. Bitte nur das machen, was Ihr versteht und verantworten könnt !

SG

H.
....ich nehme mir diesen Beitrag nur als Beispiel....

Leute, was Ihr hier schreibt, ist doch wohl nicht Euer Ernst, oder???

1.) Bevor beim LB die Spur eingestellt wird, wird der Sturz eingestellt!
2.) Ich kenne kein Auto mit Nachspur ( allenfalls die Toleranz reicht schon mal leicht ins negative).
3.) Vorspur gibt es, weil die Räder beim Fahren vorne auseinandergehen. Beim Hecktriebler mehr als beim Fronttriebler.
4.) 1 ° Fehler kann man sich nicht erlauben. Vorspur am Rad soll sein:
0° 00' bis 0° 06' ! Wisst ihr überhaupt, was da heisst?
Ich lese mal in Worten vor: 0 Grad 6 Minuten..... d.h. 0,0000000 ° bis 0,10000000 °. Gesamtspur demzufolge 0,000000° bis 0,20000°.
5.) also nichts mit. auf 1° Grad kommt's nicht an ( ist ja nur 10fache Überschreitung des Toleranzbereich)
6.) ....und von -25 bis +25 ...... Ja, was denn? Hummeln? Nutellabrote? Welche Einheit gehört wohl dazu?
7.) Man beobachte mal beim Spureinstellen, dass eine sechstel Drehung der Spurstange den Wert aus der Toleranz bringt. Vielleicht hat sich die Spurstange dabei um 0,3 mm verlängert. Und dass wollt Ihr mit Zaunpfählen messen???

8.) Also, ein Spureinstellen mit der Lattenmethode kann man sich sparen und stattdessen per Auge einstellen. Solche Einstellungen sind gefährlich, da auf nasser Strasse und in Kurven unnötig viel Haftung verloren geht.

Niemand soll sich auf den Schlips getreten fühlen jetzt, aber vieles, was vorstehend geschrieben wurde, ist hahnebüchener Unsinn.

Sorry, ein bisschen technische Korrektheit darf schon sein.

mfg

Uli

protheus

Beitrag von protheus »

Hmmmmmm......... :? Feedback.... 8)

Antworten