Ausgleichswellen beim 2,5er

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rud
Beiträge: 6
Registriert: So 20. Dez 2009, 10:37

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von rud »

walter_hermes hat geschrieben:Hallo Baroner,
hab da mal ne Frage bezüglich der im 2,5er verbauten Ausgleichswellen.
Soll ich die in meine Motoren wieder einbauen oder gehts auch ohne?
Wer hat da Erfahrungen gemacht, der 2,2er hat ja auch keine verbaut
und die Massenverhältnisse sind da auch nicht viel anders als beim 2,5er.
Leichte erhöhte Vibrationen im unteren Drehzahlbereich sind vermutlich,
wenn überhaupt, zu erwarten, aber sicherlich vertretbar, denk ich.
Wer hat da Erkenntnisse, würde ich gerne wissen, bevor ich die
"Eisenklötze" wieder einbaue?
Gruß
Walter
Hallo Walter,
die Beiträge zum o.g. Thema sind ja lange her, hast Du das durchgezogen und mit welchem Erfolg? Ich hätte da ein paar Fragen, denn ich habe gerade einen Motor offen. Ausgleichswellen mit Aufhängung komplett raus, somit auch die Zahnräder, Steuerkette und den dazugehörigen Kettenspanner und Anschlagschiene, richtig?! Doch was ich vermisse, aber in anderen Foren lese, es sei wichtig, den Schmierkanal Wellen zu verschließen, sonst saust der Öldruck ab. Der Gegendruck wird ja vom Gleitlager erzeugt, was dann fehlt. Kannst Du mir da weiterhelfen oder jemanden empfehlen?
Grüße, Ulf!
es gibt für alles eine Lösung

walter_hermes
Beiträge: 473
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 22:12

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von walter_hermes »

Hi Ulf,
richtig soweit. Den Ölkanal musst Du unbedingt verschließen.War glaub ich, eine Bohrung in einem der Lagerträger der Ausgleichswelle. Das ganze hat funktioniert, keine Schwingungsprobleme aufgetreten.
Gruß
Walter
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Doddie
Beiträge: 88
Registriert: Di 25. Dez 2012, 11:53

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von Doddie »

Hallo,
am letzten Wochenende hat mein K-Body ( 2,5L ohne Turbo ) auf 100 Km 3 Liter Öl verloren. :( Ölwannendichtung defekt. Nachdem ich die Wanne ausgebaut hatte, kam mir ins Gedächtnis da war doch was mit den Ausgleichswellen in der Ölwanne. Noch mal nachgelesen was da war. Danach hatte mich nun entschlossen die Ausgleichswellen zu entfernen. Flex her, die Kette durchtrennt, raus damit, Wellenblock abgeschraubt und in den Schrott. Ölwanne mit neuer Dichtung versehen und alles wieder zusammengeschraubt. Öl rein, Hände gewaschen und nun konnte die Probefahrt beginnen.
Was soll ich sagen.... sowas von Unterschied zur Fahrleistung !!! Der zieht nun richtig ab, so hat der noch nie beschleunigt.
Im Stand / Leerlauf keine Unruhe, alles so wie es vorher auch war.
Zusammengefasst: Ich bereue nichts und würde es immerwieder tun :D
muss selber schrauben, Werkstatt ist mir zu teuer. :(

Doddie
Beiträge: 88
Registriert: Di 25. Dez 2012, 11:53

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von Doddie »

Nachtrag:
Selbstverständlich habe ich den nun nicht mehr benötigten Ölkanal dicht gemacht.
Öl mußte ich 5,5 Liter einfüllen bis max auf dem Ölmeßstab angezeigt wurde.
muss selber schrauben, Werkstatt ist mir zu teuer. :(

Doddie
Beiträge: 88
Registriert: Di 25. Dez 2012, 11:53

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von Doddie »

Nächster Vorteil: Benzinverbrauch

Neueste Beobachtung haben ergeben das sich ohne die Ausgleichswellen der Benzinverbrauch sich um ca 1,5 bis 2 Liter / 100Km reduziert hat. Ich bin mit dieser Maßnahme mehr als nur zu frieden.
Was will man(n) mehr :)
muss selber schrauben, Werkstatt ist mir zu teuer. :(

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omafits
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Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von omafits »

Na ja habe ich doch alles geschrieben?
Warum so überrascht :wink:
1989 TC Turbo

Hoggi
Beiträge: 1889
Registriert: So 4. Mär 2007, 08:23

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von Hoggi »

Sind Zweifel erlaubt? Nein? Schade .....
Ach so, doch?
Also wenn Doddie sich nicht irrt, dann muß ja vorher unheimlich Leistung und Energie verloren gegangen sein .. aber wohin? Wârme natürlich. Reibungswärme. Also Verschleiß.
Das hätte jeden Motor längst gekillt.
H.
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omafits
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Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von omafits »

Na ja fast 2 Jahre hier nicht geschrieben, und nun wider bei 0 anfangen :oops:
Also das Runde am Auto sind die Räder , nein äh ja :ironie:
Schalte doch mal die Klima in deinem Auto ein, nur durch das antreiben des Kompressors verbrauchst du mehr Sprit, und auch die Leistung geht runter.
Nun übertrag das mal auf die Wellen ?
Zweifeln warum?
Ist einfach logisch.
1989 TC Turbo

Hoggi
Beiträge: 1889
Registriert: So 4. Mär 2007, 08:23

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von Hoggi »

Das ist aber kein guter Vergleich ... so ein Klimageräte braucht typisch 1300W (geschätzt), also 2 PS. Drehmomentbedarf kann man auch berechnen, aus der Drehzahl.

Die Ausgleichswellen haben ebenfalls Leistungsbedarf, schließlich müssen sie durch Unwucht eine mechanische Gegenschwingung erzeugen. Wieviel kann das sein?? Nicht viel, oder? Weiß jemand die Formel?

H.
88er 2.2l Turbo1 Cabrio

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omafits
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Registriert: Mo 16. Jul 2007, 12:44

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von omafits »

Ach Hoggi das habe ich vermisst, es reicht nicht das es so ist, nein es fehlt noch das warum bis auf die 0 hinter dem 3ten ","
Ich finde den vergleich gut "Weil das fast jeder kennt, der eine Klima hat" .
Aber ich war auch geschockt das du einen Getriebe Ausbau für eine Herausforderung hältst .
1989 TC Turbo

walter_hermes
Beiträge: 473
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 22:12

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von walter_hermes »

Hi Baronis,
gebe nochmal meinen Senf dazu, hab früher schon mal über das Thema referiert bezüglich Massenkräfte 1. und 2. Ordnung mit dem Ergebnis, dass die Ausgleichswellen im Drehzahlbereich der Vierzylinder keine kritischen Auswirkungen haben können. Ergo kann man sie weglassen und hat somit diverse Vorteile: keine beschleunigten Massen, Gewichtsersparnis und somit Leistungszuwachs und schnelleres Hochdrehen. Für Hoggi: Die Formeln hierzu sind kein Geheimnis: ich sags mal einfach: Leistung ist Arbeit pro Zeit, oder auch Drehmoment mal Drehzahl. Wenn man die Gewichte und ihr Abstand zur Drehachse kennt, kann man den Drehmomentwiderstand errechnen und es ergibt sich abhängig von der jeweiligen Drehzahl (da ist dann die Übersetzung der KW zu den Ausgleichswellen einzurechnen), ein entsprechender Leistungsverlust.
Maße und Gewichte kenne ich nicht, aber das ließe sich ja feststellen. Antriebswiderstände und Ölpumpenwiderstand habe ich hier mal mal vernachlässigt, sind eh marginal.
Egal, die Sache hat nur Vorteile, wie ich weis.
Gruß
Walter
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Hoggi
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Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von Hoggi »

Hallo Walter,
ganz so simpel ist es, glaub ich, nicht. Ein Drehkörper ohne Unwucht hat eine konstante Energie bei konstanter Drehzahl, ok. Ohne Reibung braucht er keine Energiezufuhr, um auf Drehzahl zu bleiben. Aber die Ausgleichswellen haben eine Unwucht und sie müssen ständig Energie abgeben. Das wäre dann -pro Zeit- der Leistungsverlust. Die Formel dazu: schwierig, schwierig.

Hallo Oma,
Getriebeausbau doch kein Problem? Hast Du nicht gepostet, daß Du zuerst mal den Motor rausnimmst, damit das Getriebe besser rausgeht??

Schönen Gruß von Hoggi mit dem guten Gedächtnis
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xedos
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Registriert: Do 15. Feb 2007, 20:36

Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von xedos »

Massenträgheit ist das Stichwort.
Die trägen Massen der Ausgleichswelle müssen nicht beschleunigt werden, was den Motor freier hochdrehen lässt.
Ja, die Wellen haben natürlich auch eine Verlustleistung, da sie ja auch gelagert sind (Reibung). Aber das sollte nicht ins Gewicht fallen.

Ähnliches Prinzip ist übrigens der Verbau eines leichteren Schwungrades.
Was darunter leidet ist der Motorlauf, dass ist dann eine reine Komfort frage. Aber im vergleich zu heutigen Motoren ist das wahrscheinlich wurst ob die Wellen nun mitdrehen oder nicht. :mrgreen:

Hier ist noch mal ein interessanter Link dazu:
http://www.imotecgmbh.de/LeistungsTeile ... htern.html

So, jetzt auf zu wildesten Diskussionen... :wink:
Grüße aus Hannover
Andreas
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omafits
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Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von omafits »

Hoggi hat geschrieben:

Hallo Oma,
Getriebeausbau doch kein Problem? Hast Du nicht gepostet, daß Du zuerst mal den Motor rausnimmst, damit das Getriebe besser rausgeht??

Schönen Gruß von Hoggi mit dem guten Gedächtnis
Denke mal das war vor paar Jahren, beim Schalter ohne Bühne, aber man bleibt ja nicht auf der stelle stehen, und jetzt dauert das wechseln ca 3std beim Automaten , Schalter kann schon mal etwas nerven also ne halbe Std. mehr :lol: :wink:

Xedos was für Diskussionen ??
Ohne Wellen schnelleres hochdrehen, weniger Verbrauch .
Und der Rest ist was für gute Fragen net. :roll: :lol:
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walter_hermes
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Re: Ausgleichswellen beim 2,5er

Beitrag von walter_hermes »

Hoggi,
es ist nicht simpel, was ich geschrieben habe, soll nur die elementaren Zusammenhänge zwischen Massenkräften und Drehzahlverhalten darstellen. Bedenke, dass KFZ- Motoren nicht mit konstanter Drehzahl laufen. Beim Beschleunigen ergeben sich höhere Widerstände, beim Gaswegnehmen wird diese kinetische Energie wieder abgegeben, je nach Fahrsituation letztlich an die Bremsscheiben.
Möchte jetzt aber meine Beiträge hiermit beenden, für mich ist die Sache klar.
Gruß
Walter
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